Die Autorin

Ich bin Germanistin und habe schon immer, meist aber als Journalistin geschrieben. In den letzten Jahren kam ich vermehrt dazu, Gedichte, Kurzgeschichten und Romane zu schreiben. Zwei Lyrikbände, „Leben und Lieben – Gedichte für den Ernstfall“ und „Traurige Gedichte aber mit Hoffnung“ sind von mir erschienen. Als dann mein erster Roman „Emmy und die Tänzerin“ fertig war, konnte sich schnell ein Verlag dafür begeistern.

Auf das Thema Demenz bin ich durch Zufall gestoßen und es beschäftigt mich nun schon einige Jahre. Damals hatte ich eine interessante Begegnung mit demenziell erkrankten Menschen. Dabei fiel mir das besondere Miteinander, die verstärkte Emotionalität und das Leben ganz im Augenblick auf. Das hat mich sehr fasziniert und gelehrt, viele Dinge anders zu sehen. Daraus sind dann die ersten Kurzgeschichten entstanden. Mein Interesse war erweckt, ich habe viel zu dem Thema recherchiert und mich engagiert. Einige Projekte zu diesem Thema wie ein Netzwerk, ein Kompetenzprogramm und ein Monitoringsystem habe ich zudem entwickelt.

Während meiner Recherche habe ich viele Betroffene und deren Angehörige kennengelernt. Bei den Lesungen meiner Kurzgeschichten und meines Romandebüts kann ich schnell die Menschen begeistern, weil die von mir aufgezeigten Perspektivenwechsel bei vielen Personen neuen Handlungsspielraum eröffnen und damit Hoffnung erwecken. Durch meine Geschichten können die Leser oftmals erkennen, dass es auch andere Sichtweisen gibt als die, unter der sie leiden. Viele Angehörige sind verzweifelt, dabei ist es ganz wichtig, dass auch sie dazu finden, ihr eigenes Leben zu leben. Diese Aspekte beleuchte ich und zeige Möglichkeiten des Umdenkens und der Hilfestellung auf.

Zu mir kommen die Geschichten, wenn ein Thema mich ergriffen oder zutiefst berührt hat. Sie schreiben sich dann fast von selbst, als würde ich einen Film sehen. Natürlich beschäftige ich mich mit einem Thema oder einem Aspekt, den ich beleuchten will. Aber dann muss ich warten, bis es reif zum Schreiben ist.

Eine Kurzgeschichte, einen Roman oder ein Buch zu schreiben, hinterlässt bei mir immer ein Glücksgefühl, weil ich damit zu einem Thema, das mich bewegt, Klarheit erlange. Aber nur wenn es für mich gelungen ist, das heißt, wenn ich wirklich das ausdrücken konnte, was ich klären wollte. Wenn ich mir ein Sujet wirklich mit dem Schreiben angeeignet habe, wenn ich es in die bestmögliche Form bringen konnte, dann bin ich sehr glücklich. Natürlich freue ich mich sehr, wenn ich auch bei anderen Menschen den Nerv treffe.

Im September erscheint eine Sammlung von Kurzgeschichten und Gedichten, die mir sehr am Herzen liegen, weil sie die Essenz meiner Erkenntnisse erfassen und den Kernpunkt meiner Arbeit darstellen.

Ein neuer Roman ist auch schon geschrieben. Dieser handelt ebenso von dem Thema Demenz. Aber er beleuchtet auch verschiedene Beziehungsvarianten von Menschen und wohin diese in einer bestimmten Krisensituation führen können. Eine kleine Krimihandlung ist auch dabei.